Krisen- und Suchtberatung 

Psychologische Suchtberatung sowie professionell psychologische Unterstützung in Krisensituationen für Betroffene und für Angehörige in Wien.



Krisen- und Suchtberatung für Betroffene und deren Angehörige 

Ich krieg’ die Krise“ – wer sich einmal in seinem Leben in einer tatsächlichen Krise befunden hat, der weiß, dass dieses Gefühl der Ohnmacht, Hilf- und vermeintlichen Ausweglosigkeit rein gar nichts mit jenen Ärgernissen des Alltags zu tun hat, die diesem meist theatralisch gehauchten Ausruf vorhergehen. Was im Alltag als geflügeltes Wort für „Unannehmlichkeiten“ synonym gebräuchlich ist, ist in Wahrheit einer der erschütterndsten Gefühlszustände, die Menschen kennen. 

Im Zuge meiner Ausbildung, aber vor allem während meiner Arbeit im Frauenhaus sowie als Mitarbeiterin im Krisenzentrum, habe ich 13 wesentliche Erkenntnisse über Krisen hautnah gewinnen können: 

 

1.    Krisen können alle Menschen treffen. 

2.    Eine Krise bedeutet für viele Betroffene den absoluten Ausnahmezustand. 

3.    Krisen können aus dem heiteren Himmel hereinbrechen. 

4.    Es gibt Formen der selbstverschuldeten Krise. 

5.    Krisen können sich langsam und schleichend anbahnen. 

6.    Jede Krise ist anders und jeder Mensch geht anders mit Krisen um. 

7.    Manche Krisen entstehen durch unbeeinflussbare Dinge im Außen. 

8.    Ist ein Mensch in einer Krise, so bedeutet dies zumeist auch eine enorme Herausforderung für die Personen, die ihm nahe stehen. 

9.    Krisen können plötzlich auftreten, obwohl das betreffende Ereignis möglicherweise schon lange Jahre zurück liegt. 

10.  In einer akuten Krise brauchen Betroffene vor allem Ruhe und sicheren Halt.  

11.  Ich verfüge über die Fähigkeit, auch in schlimmsten Ausnahmesituationen ruhig, klar und professionell für Menschen in akuten Krisen da zu sein. 

12.  Jede Krise ist bewältigbar. Jede. 

13.  Ist eine Krise erst einmal gemeistert, so entsteht daraus sehr häufig etwas Gutes und vor allem Kraftvolles.

Wenn Sie sich aktuell in einer Krise befinden, kontaktieren Sie mich bitte telefonisch unter  +43 650 669 22 97  zur Terminvereinbarung für ein zeitnahes Beratungsgespräch. Sollten Sie mich zu meinen Geschäftszeiten Montag bis Freitag zwischen 09:00 und 18:00 Uhr nicht erreichen, befinde ich mich zumeist in Beratungsgesprächen und rufe im Anschluss zurück. Benötigen Sie unmittelbar, am Abend oder an den Wochenenden sofortige psychologische Unterstützung, kontaktieren Sie bitte den sozialpsychiatrischen Notdienst unter 01 31330. Hier erhalten Sie 24 Stunden Soforthilfe im Krisenfall.

Von der Bewältigungsstrategie zum zu bewältigenden Problem – Suchtberatung Wien

 Dass bei meinen Angeboten die Suchtberatung nahtlos an die Kriseninformation anschließt, ist weder ein Zufall noch unbeabsichtigt. Im Gegenteil – denn hinter jeder Sucht steckt zuerst einmal der Versuch, irgendetwas zu bewältigen. Sei es das Stillen einer bestimmten Sehnsucht, der Wunsch, eine Krise zu meistern, ein tiefes Gefühl der Traurigkeit hinter sich zu lassen, Unsicherheiten und soziale Probleme zu kompensieren oder aber auch Ängsten und Sorgen zu dämpfen. 

 

Das Problem ist: Ganz gleich, ob diese Bewältigungsstrategie Alkohol, Essen, Kaufen, Spielen, Cannabis, Kokain, Tabletten oder Sex heißt – am Ende steht zumeist ein missglückter Versuch der Problemlösung. Im ungünstigsten Fall hat sich daraus ein weiteres Problem – ja vielleicht sogar bereits eine Sucht entwickelt. 

Je mehr dieser Fragen Sie mit „Ja“ für sich beantworten können, desto eher ist es ratsam, dass Sie professionelle psychologische Beratung in Anspruch nehmen.

  • Verspüren Sie den drängenden Wunsch danach, etwas immer wieder erleben oder immer wieder konsumieren zu müssen ?                
  • Bemerken Sie, dass Sie den Konsum der Substanz oder die Häufigkeit der Handlung nicht mehr bewusst kontrollieren können?
  • Fällt es Ihnen schwer, Konsum oder Handlung währenddessen zu stoppen?
  • Haben Sie bemerkt, dass Sie auf die Substanz oder Handlung nicht mehr verzichten können?
  • Bemerken Sie, dass Sie immer größere Mengen der Substanz benötigen oder Ihre Handlungsweisen immer mehr ausufern? 
  • Bemerken Sie psychische (dazu gehören auch Nervosität, Aggressivität und unwiderstehlicher Drang) oder physische Entzugserscheinungen, wenn Sie Ihre Substanz nicht konsumieren oder Ihre Handlung nicht ausführen können?
  • Bemerken Sie, dass Ihre Verhaltensweisen zulasten Ihrer sozialen Kontakte gehen? Vernachlässigen Sie Ihr soziales Umfeld, oder können sich auf Ihre Arbeit nicht mehr richtig Haben Sie das Gefühl, dass die Substanz oder die Handlung zu einer Art zentraler Lebensmittelpunkt für Sie geworden ist?
  • Haben Sie die Substanz wiederholt weiterkonsumiert oder etwas wiederholt betrieben, obwohl Sie bemerkten, dass Ihnen dadurch Nachteile entstehen?
  • Bemerken Sie, dass Sie im Freundes-, Familien-, oder Kollegenkreis Ihren Konsum oder die Häufigkeit Ihrer Handlung beschönigen oder bagatellisieren?
  • Fanden Sie sich schon in Situationen wieder, in denen Sie den Konsum der Substanz oder das Ausleben einer Handlung unbedingt verheimlichen mussten?

Beratung für Angehörige von suchtkranken Menschen 

Mit Suchtkranken zusammen zu leben oder ihnen Nahe zu stehen, ist für die meisten Menschen eine enorme psychische Belastung. Schnell findet man sich als Angehöriger in einer Spirale wieder, in der die Sucht auf eine Weise unterstützt wird, von der Angehörige oft denken, dass ohne sie ein Zusammenleben gar nicht erst möglich ist. So wird dem Alkoholiker noch eine Flasche Wein beschafft, damit er nicht aggressiv wird, die kaufsüchtige Tochter wird bei der Miete unterstützt, damit sie ihre Wohnung nicht verliert und dem internetsüchtigen Kind wird erneut das W-Lan Passwort verraten, weil die ansonsten eintretenden Schreikrämpfe nervlich nicht mehr auszuhalten sind. Außenstehende verstehen diese Dynamik oft schwer und fühlen sich verantwortlich, mit gut gemeinten Ratschlägen einzugreifen: "Das kannst du doch nicht auch noch unterstützen", hören Angehörige dann oft aus dem Bekanntenkreis. Die Geber dieser oft unbedachten Ratschläge übersehen dabei, dass Sucht auch für Angehörige ein schleichend auftretendes Problem ist. Es entwickelt sich nach und nach. Das heißt, Angehörige können über die Jahre den Blick dafür verlieren, wie sie aus diesem Teufelskreis selbst auszusteigen vermögen. Gelegentlich stellt sich an einem bestimmten Punkt des Zusammenlebens mit Suchterkrankten die Frage: Ist das nun noch Liebe oder bereits eine Form der Co-Abhängigkeit? Gerne unterstütze ich Sie dabei, hier wieder klarer zu sehen und neue Handlungsweisen zu entdecken, sowie Lösungen für sich zu finden.

Bei Fragen oder dem Wunsch nach einer Terminvereinbarung kontaktieren Sie mich gerne per E-Mail oder telefonisch. Ich bin von Montag bis Freitag zwischen 09:00 und 18:00 Uhr für Sie persönlich erreichbar.